Minimalismus

Bevor ihr weiterlest, haltet einen kurzen Moment an dem Bild fest, fühlt in euch hinein und versucht die Stimmung, die es erzeugt aufzunehmen. Macht es was mit euch? Könnt ihr es beschreiben?

Also das mit dem Schreiben ne, das klappt ja doch im Ansatz schon ziemlich gut, während meine fotografischen Kenntnisse weiterhin eher im rudimentären Bereich anzusiedeln sind. Und wisst ihr, eigentlich langweilen mich viele Fotos, die so tagein, tagaus im Web herumirren, sogar einige meine eigenen. Dieser gesammelte Einheitsbrei von Sonnenauf- und Untergängen, Wälder, Berge, Landschaftsmontonie. Und seien wir mal ehrlich, legen wir alle Bilder nebeneinander, dann ist das so wie diese Finde-den-Unterschied Suchbilder, die man aus dem Medizini Heftchen für Kinder kennt. Oder wie ein Daumenkino, bei dem die Sonne langsam aufgeht, über den Horizont wandert und irgendwann im Meer verschwindet. Gute Nacht!

Ich mag Bilder, die plötzlich passieren, etwas Unvorhersehbares, das einfach da ist, wo es ist und nicht geplant ist. Menschen gehen daran vorbei, ohne Bewusstsein dafür und so übersehen die meisten die Einzigartigkeit dieser Szenerie, weil sie nur Augen haben für Offensichtliches, Überreiztes, das was gefragt ist, was alle haben, wie immer! Und so bekommt auch ein viel zu stark pigmentiert bearbeitetes Sonnenuntergangsbild völlig unverdient leider viel mehr Likes als eine ausdrucksstarke vordergründige Objektaufnahme.

Aber manche Menschen, die laufen anders durch die Welt. Mit offenen Augen. Mit einem Sinn für Besonderes. So wie in diesem Bild, das mir völlig unverhofft zugeschickt wurde. Der Herr hier www.dorfworker.de versteht etwas von dem Spiel mit minimalistischer Bildgestaltung, die Kunst, unsere Sinne zu triggern.

Und als ich das Bild sah, hatte ich sofort eine Flut an Worten im Kopf, eine Stimmung, ein Gefühl, und die Geschichte kam wie von selbst zustande. Und so entstand, ganz spontan ein völlig ungeplantes Foto- Text- Projekt zwischen mir und dem worker. Den Direktlink zum Projekt findet ihr hier https://nikaexplainstheworld.de/2020/11/16/verantwortung/

Schreibt mir doch mal in die Kommentare, was euch bei der Betrachtung des Bildes ganz spontan durch den Kopf geht.

2 Antworten auf „Minimalismus“

Ganz spontan gedacht… Es reicht langsam immer und ständig mit der Maske im Gesicht herum zu laufen.. Daher hat Mr. X aus Kiel die Maske vom Gesicht gerissen und auf den Boden gepfeffert… Corona macht viele Menschen müde und mürbe.. Dabei vergessen sie wie wertvoll die Gesundheit ist.. 🤔😷🤔 Ich würde ihm eine neue Maske schenken wollen 🙃

Hej, also erstmal möchte ich mich für unser gemeinsames Projekt bedanken. Das hat echt Spaß gemacht und ich hoffe wir können das irgendwann mal wiederholen. Deine Geschichte zum Bild ist einfach nur herausragend und startet in mir ein Kopfkino.

Vielen lieben Dank

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