Grenzgänger

Du stehst in einem Raum voller Menschen und bist trotzdem allein. Du entschuldigst dich für Dinge, für die keine Entschuldigung nötig ist. In deinem Kopf ist ein Chaos, das du häufig nicht geordnet bekommst. Im schrillen Gekreische des Großstadtdschungels ist oft kein Platz für dich

.

Eine kleine Veränderung stürzt dich in tiefe Abgründe und der Lärm um dich herum wird oft unerträglich laut. Du siehst deinen Wert nicht, weil ihn dir andere nicht zeigen. Lässt du es nicht zu, oder sind es die Falschen, die dich umgeben?

Nachts schleichst du dich unbemerkt aus dem Haus. Entfliehst in die Stille der Dunkelheit. Deine Sinne sind in der Nacht geschärft. Dein Verstand ordnet jetzt das Chaos. Die Dunkelheit verschluckt dich und doch stehst du jetzt voll im Licht. In deinem Licht. Kein Wort zu viel, kein Geräusch zu laut. Ein stiller Moment wird zu einer großen Emotion.

Dumpfes Sein umschlingt dich und dann wirst du zum Grenzgänger. Du wandelt auf schmalen Pfaden unendlich still und leise. Überlegst du die Grenzen zu überschreiten? Ein Schmerz im Kopf, ein dumpfes Gefühl im Bauch und deine Gedanken bilden ganz plötzlich eine Struktur. Du befindest dich einen Moment zu lang abseits der Realität.

Doch der Moment dauert nur einen Bruchteil an, denn ich bin für dich da. Ich reiche dir die Hand ohne etwas zu fordern, ich schaue dich an, um dich zu sehen und ich höre dir zu, um dich zu verstehen. Ich beobachte dich. Grenzgänger. Und gehe mit dir soweit es nötig ist. Immer wieder.

Wir sehnen uns nach Grenzen, wir respektieren sie. Wir überschreiten sie nicht. Wir brauchen die Grenzen, um uns lebendig und sicher zu fühlen.

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